| Das Rundfunk Fritzle (Erich Hermann) |
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Hier kann man die CD kaufen Erich Hermann wird als Sohn des Kaufmanns Karl Hermann und Berta Hermann, geb. Berger am 5. Februar 1911 in Stuttgart-Feuerbach geboren. 1918 Bereits mit sieben Jahren erkennt der kleine Erich sein Talent, Menschen- und Tierstimmen zu imitieren. Eines Morgens sitzt er auf dem Baenkle vor dem Haus, isst sein Brezele und beobachtet den Brieftraeger. Am anderen Morgen imitiert er die tiefe Stimme des Brieftraegers und ruft: "Frau Staiger, Post!" Die aeltere Dame kommt aus dem Haus: "Isch do net der Brieftraeger do g'wesa?" Worauf er mit Unschuldsmiene antwortet: "Noi, i hab niemand g'seh." 1921 Es folgen unzaehlige Streiche, wie zum Beispiel in einem Neubau, fuer den der Baufuehrer Rueckle zustaendig ist. Erich und seine Freunde spielen dort mit groesster Freude, doch ist die Angst und der Respekt vor dem Baufuehrer riesengross, der es natuerlich nicht gerne sieht, wenn Kinder sich dort aufhalten. Erich, der mit zehn Jahren bereits die markante Stimme des Baufuehrers nachahmen kann, versteckt sich im Obergeschoss des Neubaus und schreit: " Ihr Lausbuaba, ihr elende, machet, dass ihr rauskomme! Euch schlage 's Kreuz ab!" Fluchtartig verlassen die Buben den Bau. Auch Erich ist wieder unter ihnen und voellig ausser Atem: "Mensch, der hot aber schwer g'schempft. Wenn der ons erwischt haett, mei Lieber!" 1925 Ueberraschend stirbt Erich Hermanns Vater. Aus finanziellen Gruenden muss er die Realschule verlassen, die er bisher mit Erfolg besucht hat. Seiner Mutter zuliebe erlernt er den Beruf des Werkzeugmachers. Seine groesste Leidenschaft jedoch gilt dem "Koenig Fussball". Beim Sportverein 1898 Feuerbach spielt er in der ersten Mannschaft einen hervorragenden Rechtsaussen. Nach den ueblichen Spielversammlungen im Schillerhaus erfreut Erich Hermann seine Sportkameraden mit lustigen Sketchen und Witzen. 1930 Im Nebenzimmer dieser Gaststaette probt wie immer der Dramatische Verein Feuerbach. Dessen Regisseur Frey wird auf Erich Hermanns Talent aufmerksam und ueberzeugt ihn, bei dieser Theatergruppe mitzuwirken. Am 1. August 1930 wird Erich Hermann Mitglied des Dramatischen Vereins Feuerbach, dem er zeit seines Lebens angehoert, und der ihn 1972 zum Ehrenmitglied ernennt. 1936 heiratet Erich Hermann. Seine Ehefrau Paula wird zum ruhenden Pol seines Lebens und unterstuetzt ihn tatkraeftig und mit kreativen Ideen. 1938 und 1941 werden die Toechter Gisela und Karin geboren. Aus ihren Ehen stammen die Enkelkinder Nicola and Frank, Tanja und Marcus. 1937 In dieser Zeit hat er die ersten Kontakte zum Radio bei Hausfrauennachmittagen im Proviantamt Feuerbach. 1945 Nach Kriegsende entschliesst sich Erich Hermann, seinen erlernten Beruf aufzugeben und sein Hobby als Parodist und Humorist hauptberuflich auszuueben. Er nimmt Stimm- und Gesangsunterricht und legt die Schauspielpruefung ab. Jetzt tritt Erich Hermann als schwaebischer Meisterparodist und "FRITZLE" auf. Unzaehlige Engagements folgen bei bekannten Variete-Theatern in ganz Sueddeutschland. In zahllosen "Bunten Abenden" ist nun "unser Fritzle" zusammen mit Camilla Horn, Lale Andersen, Helmuth Zacharias, Peter Igelhoff und dem unvergessenen Peter Frankenfeld zu sehen. "Es ist ein neuer Stern am parodistischen Himmel aufgegangen, und Erich Hermann verspricht eine der originellsten Erscheinungen der kabarettistischen Buehnen Sueddeutschlands zu werden", schreiben die Kritiker nach seiner ersten Tournee 1946. 1946 Nach einem Auftritt in der Saengerhalle Untertuerkheim, bei dem "das Fritzle" mit dem Slogan 's Fritzle ist nicht bekannt durch's Radio, denn er g'faellt sowieso! angekuendigt wird, erscheint der damalige Spielleiter von Radio Stuttgart, Franz Ulrich Gass und erklaert, diese Ansage sei ab sofort ueberfluessig. Er engagiert Erich Hermann fuer eine erste Funkaufnahme am 21. September 1946 bei Radio Stuttgart, der viele weitere folgen. 1947 Der grosse Durchbruch gelingt Erich Hermann als "Fritzle" im Weihnachts-Almanach von Radio Stuttgart. Das Radio- bzw. Rundfunk Fritzle ist geboren. 1950 entsteht seine erste gesungene Tonbandaufnahme in der Fritzle-Stimme mit dem Titel: "Mei Vater isch a Kerle" Gleichzeitig werden beim Sueddeutschen Rundfunk die ersten Sketche von und mit Erich Hermann aufgenommen, und zwar mit der beliebten Barbara Mueller, dem ganz jungen Walter Schultheiss, sowie mit Elisabeth Zimmer, Ena Ritter und Eugen Morlock. Zu dieser Zeit entwickelt er sein erstes Programm mit "goldechten, urwuechsigen Volkstypen aus dem Schwabenland". |
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| 1950 - 53 Oscar Angerer, Leiter der Gastspieldirektion IKB Stuttgart, ist von Erich Hermann als Meister der Parodie, Mimik und Stimme begeistert und engagiert ihn fuer eine vierjaehrige Gastspieltournee. Dort befindet er sich in prominenter Gesellschaft. Neben Willy Reichert, Oscar Heiler und Max Strecker gastieren z.B. Josephine Baker, Johannes Heesters und viele andere bekannte und namhafte Kuenstler. Leider verstirbt Oscar Angerer, und Erich Hermann verliert seinen groessten Foerderer und einen vaeterlichen Freund. 1954 entstehen seine wohl bekanntesten Evergreens "Dr Killesberg, mein Paradies" und "Ja, bei ons wird g'schafft". Als Single-Veroeffentlichungen erreichen diese schwaebischen Hits sehr hohe Verkaufszahlen in Sueddeutschland, Oesterreich und der Schweiz. Sie stehen lange Zeit auf Platz Eins der schwaebischen Hitparaden und werden bis heute viel gewuenscht und oft gespielt. Im selben Jahr entstehen zwei weitere beliebte Lieder: "Dr Sonnenschein" und"Dr Nesabach"die bei keinem Auftritt fehlen duerfen. |
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| 1955 - 60 Erich Hermann waere kein Schwabe, haette es ihn nicht ab und zu aus seinem Schwabenlaendle hinausgezogen. Sein erster Auftritt in Berlin wird ein voller Erfolg. Weiter Auftritte folgen in Hamburg, Bremen, Kiel, Luebeck und Saarbruecken. Auch in der Schweiz und in Oesterreich wird er begeistert gefeiert.Beim Sueddeutschen Rundfunk ist das Rundfunk Fritzle eine feste Institution geworden, sei es bei Kinder- und Wunschsendungen oder bei Hoerspielen und Sketchen. Erich Hermann ist im Hoerfunk nicht mehr wegzudenken. Eine grosse Tournee mit vielen anderen bekannten Kuenstlern aus Funk und Fernsehen fueht ihn in dieser Zeit durch ganz Deutschland. "Die Zuschauer begeistert er immer wieder durch sein natuerliches und gekonntes Spiel der unterschiedlichsten Charaktere. Seine Darbietungen leben von der Wandlungsfaehigkeit seiner Sprache und seiner Stimme, von seiner guten Beobachtungsgabve und seinem unvergleichlichen Talent zur Improvisation. Steht er eben noch als Lausbub Fritzle auf der Buehne, so schluepft er in wenigen Augenblicken nicht nur aeusserlich, sondern mit dem ganzen Wesen in die Rolle des Grossvaters." (Stuttgarter Nachrichten) 1961 wird die zweite Single-Schallplatte mit den Titeln "Mein lieber Junge" und "Die Hauptsach" veroeffentlicht. Ab 1961 bis zu seinem letzten Auftritt im Jahre 1979 wird er von Kuno Hache, dem Meister an der Hammondorgel, sowohl musikalisch als auch in vielen Sketchen begleitet. 1967 Erich Hermann erscheint mit seiner ganzen "imaginaeren" Verwandtschaft erstmals im Fernsehen. |
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| 1968 Am 2. August kommt Single Nr. 3 mit "Mei Opa ist jetzt pensionert" und "Der gute, alte Neckar" auf den Markt. 1969 - 73 ist Erich Hermann in Fernsehserien mit Willy Reichert und in der Sendung "Witzig, witzig" zu hoeren und zu sehen. Zu dieser Zeit gehoert Erich Hermann bereits seit langem zu den grossen "SIEBEN SCHWABEN" und wird in einem Atemzug mit Willy Reichert, Oscar Heiler, Max Strecker, Walter Schultheiss, Werner Veidt und Oscar Mueller genannt. Im Jahr 1971 feiert er sein 40jaehriges Buehnenjubilaeum und seinen 60. Geburtstag. 1979 tritt er zum letzten Mal oeffentlich vor seinen geliebten "Feuerbaechern" beim Jubilaeum des Musikvereins auf. Danach widmet er sich ganz seiner Familie. 1981 wird ihm fuer ausserordentliche Verdienste um das Land Baden-Wuerttemberg das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen. Er erhaelt es aus der Hand von Stuttgarts Oberbuergermeister Manfred Rommel. "Kein Humor ohne Geist", stellt Rommel fest und meint, "dass man letzteren bei Erich Hermann nie vermissen musste". Im gleichen Jahr gelingt dem passionierten Hobbygaertner die Anerkennung seiner 1969 angemeldeten Pfirsichzuechtung als "Rundfunk Fritzles Wuerziger" |
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| Am 18. Juli 1984 stirbt Erich Hermann im Alter von 73 Jahren im Kreise seiner Familie |
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| !!! Diese Dokumentation stammt aus der Feder von seinem Enkelsohn Frank Gerlach !!! Staendige Kontaktadresse: Frank Gerlach Hauaecker 4 71720 Oberstenfeld Tel. +49-(0)7062/8944 Fax. +49(0)7062/936262 Mail to: Gerlach.Frank@t-online.de ~~~~~ Einen ganz grossen Dank an Frank, dass er des Fritzle "weiterleben" laesst. (gezeichnet: Hannelore Lyons) ~~~~~ Diese Danksagung habe ich am 4. Dezember 2001 von Frank Gerlach erhalten: ~~~~~ Liebe Hannelore Lyons, vielen herzlichen Dank für die liebevoll zusammengestellte Internetseite über das Rundfunk-Fritzle. Mein Großvater, der sich ja in sekundenschnelle vom kleinen Fritzle in den Großvater, Onkel Gustav und nicht zuletzt in die unvergessene Tante Frieda verwandeln konnte, haette sicher geweint vor Glück. Bitte lass die Seite moeglichst noch lange (viele Jahre) im Internet, damit die Menschen in der ganzen Welt sehen koennen, was für ein wunderbarer Mensch und Kuenstler Erich Hermann, wie er ja mit richtigem Namen hieß, war. Er war ein echter Menschenfreund, der es liebte den Menschen Freude zu machen und zum Lachen zu bringen - leider gibt es heute selten solch eine wunderbare Spezie von Mensch. Deshalb habe ich zur Erinnerung seine schoensten Witze und Lieder auf CD veroeffentlicht. Das waren viele Jahre harte Arbeit, aber ich habe es gern getan und mich sehr gefreut, daß es Menschen gibt, wie Dich liebe Hannelore, die das zu schaetzen wissen. Nochmals herzlichen Dank und viele Grüße aus dem Schwabenland!!" Dein Frank ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Dieses email habe ich am 11. Oktober 2003 von Frank Gerlach erhalten. Liebe Hannelore, Heute abend habe ich mich gefreut, mal wieder Deine tolle Homepage anzuschauen. Dabei war ich sehr ueberrascht, dass die wunderbare Homepage von Carmen nicht mehr existiert und bei Deiner Homepage das Rundfunk-Fritzle nicht mehr bei den berühmten Schwaben auftaucht. Es ist sehr schön, dass Ihr ihn gemeinsam mit seinem sehr geschätzten Kollegen Willy Reichert auf die Titelseite gestellt habt. Wenn Ihr das noch mit einem Link zu den beuehmten Schwaben verbinden könntet, wäre es schlicht- weg genial! Es tut mir sehr leid, dass die Homepage von Carmen nicht mehr existiert und ich hoffe natürlich, dass sie bald eine neue entwerfen wird, nachdem sie sicherlich sehr viel Muehe und Arbeit hineingesteckt hat und sicherlich wären many swabian and not swabian people very grateful too... Das Rundfunk-Fritzle liebte es so sehr den Menschen Freude zu machen, dass er manchmal bei den Vorstellungen selbst zu Traenen geruehrt war, wenn er die Leute nach dem Krieg wieder zum Lachen bringen konnte. Und es war kein Laecheln ... es waren wahre Lachstuerme und Zwerchfellorkane. Eine aeltere Frau erzaehlte einmal nach der Vorstellung meinem Grossvater, dass sie seit 10 Jahren nicht mehr gelacht habe, weil sie im Krieg ihre beiden Soehne verloren hatte. Im Herbst 1955 war es dann wieder soweit. Sie fing bei einer Vorstellung bei der Maggi-Tournee an herzzereissend zu lachen, dass das ganze Umfeld davon angesteckt wurde und mit dem Lachen nicht mehr aufhören konnte. Danach dankte sie meinem Grossvater und teilte ihm mit, dass das Leben jetzt wieder lebenswerter geworden sei. Die Kinder dachten damals wirklich, dass das kleine Fritzle wirklich existierte (dabei war Erich Hermann wie er mit buergerlichen Namen hiess, schon laengst ein ausgewachsener Mann von 35 Jahren, als er bei Radio Stuttgart den Durchbruch als Rundfunk-Fritzle schaffte!). Meine Grossmutter ist letztes Jahr verstorben und in ihrem Nachlass sind noch Waeschkorbe voll mit Fanpost. Darunter unzählige Kinder, die alle die gleiche Frage an das Rund- funkfritzle hatten:"Wie siehst Du denn aus und kannst Du uns nicht ein Photo schicken und bist Du wirklich noch ein kleiner Junge (denn es gab ja zu damaliger Zeit noch kein Fernsehen) und die kompletten Familien sassen in den 40-er und 50-er Jahren vor dem Radio und hatten genau die Uhr gestellt, um ja keinen Auftritt vom Rundfunk-Fritzle zu verpassen. Bitte macht weiter so, Eure Schwabenseite ist echt super und die schwäbische Kultur darf trotz vereintem Europa nicht in Vergessenheit geraten. Herzliche Gruesseaus dem Schwabenland sendet Dir liebe Hannelore und Carmen Euer Frank Gerlach |
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| Am 4. Oktober 2004 kam eine sehr grosse Ueberraschung von Frank und Rolf :D | |||||||||||||||||||||||||||||||
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| !!! Vielen Dank Frank und Rolf !!! Ihr habt mir eine sehr grosse Freude bereitet. |
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| !!! Hier kann man das Buch bestellen !!! | |||||||||||||||||||||||||||||||
| <--- zurueck ---> | |||||||||||||||||||||||||||||||