Man steht vielleicht was später auf,
isst Suppe aus der Dose,
verbringt den ganzen Tageslauf
in Shirt und Unterhose.

Man stopft sich Schokolade rein
von nestlé die, die weiße,
dann schaltet man den Fernseher ein,
doch da läuft immer Scheiße.

Das Telefon schweigt und bleibt still,
die Freunde sind verschollen,
man wollt gern wissen, was man will,
doch bleibt es beim gern wollen.

Man nimmt sich drauf ein Buch zur Hand
und schafft exakt drei Seiten,
bevor Gehirn, Herz und Verstand
ins Unbestimmte gleiten.

Man inspiziert den eignen Bauch,
kratzt sich noch mal die Beine,
und aus dem Fenster schaut man auch,
und dann ist man alleine.

(Ralf Oldenburg)
 


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